Kassen Süd
FunktionenGastronomieBäckereiEinzelhandelPreiseRegionTSE-PflichtAngebotKontakt
Start › Kassenpflicht 2028 (geplant)
Stand:

Registrierkassenpflicht ab 2028 geplant - was der Entwurf vorsieht, und was heute schon gilt.

Das Bundeskabinett hat am 23. September 2026 einen Gesetzentwurf zur Kassenpflicht beschlossen. Geplant ist, dass Betriebe ab einem jährlichen Gesamtumsatz von 100.000 € von 2028 an eine elektronische Kasse führen müssen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Hier steht, was das für Betriebe in Bayern und Baden-Württemberg praktisch bedeutet.

Der Stand der Dinge, nüchtern betrachtet

Seit dem Kabinettsbeschluss vom 23. September 2026 liegt ein Regierungsentwurf vor. Dieser Entwurf sieht von 2028 an eine Kassenpflicht für Betriebe ab einem jährlichen Gesamtumsatz von 100.000 € vor. Verabschiedet ist das Gesetz damit nicht: Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen, und bis dahin kann sich jede Einzelheit ändern. Wer im Jahr weniger als 12.000 € bar einnimmt, soll nach der Mitteilung der Bundesregierung vom 23.09.2026 ausgenommen sein; weitere Ausnahmen sind vorgesehen, etwa für landwirtschaftliche Betriebe. Entscheidend ist am Ende der Gesetzestext, nicht die Ankündigung.

Wir schreiben das so deutlich, weil im Markt gerade das Gegenteil verkauft wird. Wenn Ihnen jemand erzählt, Sie müssten jetzt sofort eine Kasse kaufen, weil das Gesetz da sei, stimmt das nicht. Es gibt gute Gründe für eine elektronische Kasse - Rechtssicherheit unter Zeitdruck ist aber der schlechteste davon.

Was heute tatsächlich Pflicht ist

Diese drei Punkte gelten unabhängig davon, was aus dem Entwurf für 2028 wird:

  • TSE-Pflicht: Wer eine elektronische Kasse einsetzt, muss sie nach § 146a AO mit einer zertifizierten Technischen Sicherheitseinrichtung betreiben.
  • Meldepflicht: Elektronische Kassen sind dem Finanzamt über ELSTER zu melden, neue Kassen binnen eines Monats nach Anschaffung.
  • Belegausgabepflicht: Der Bon muss ausgegeben werden - gedruckt oder digital. Nach dem Entwurf soll ab 2028 der digitale Beleg genügen und ein Papierbon nur noch auf Wunsch nötig sein; bis dahin bleibt es bei der heutigen Pflicht.

Wichtig ist die Unterscheidung: Diese Pflichten treffen Sie, wenn Sie eine elektronische Kasse einsetzen. Eine offene Ladenkasse ist derzeit noch erlaubt - dann aber mit vollständiger, täglicher Einzelaufzeichnung und einem nachvollziehbaren Kassenbericht.

Was eine Registrierkassenpflicht ändern würde

Käme das Gesetz so, wie es der Entwurf vorsieht, entfiele für die betroffenen Betriebe die Wahl zwischen offener Ladenkasse und elektronischem System. Wer unter die Regelung fällt, müsste elektronisch aufzeichnen - und damit automatisch auch TSE, Meldung und Beleg erfüllen. Für Betriebe, die heute schon eine Kasse mit TSE einsetzen, ändert sich in der Praxis wenig.

Was wir Betrieben im Süden raten

Prüfen Sie zuerst, wo Sie heute stehen: Läuft Ihre Kasse mit zertifizierter TSE? Ist sie gemeldet? Wird jeder Vorgang einzeln aufgezeichnet? Wenn eine dieser Fragen offen ist, hat sie Vorrang vor allem, was für 2028 geplant ist - denn hier geht es um geltendes Recht.

Wenn Sie ohnehin über eine neue Kasse nachdenken, ist ein ruhiger Zeitpunkt der bessere. Eine Umstellung im Januar unter Fristdruck kostet Nerven, und Hardware wird kurz vor Stichtagen erfahrungsgemäß nicht günstiger. Wir richten die Kasse remote ein - meist genügt ein Termin von einer Stunde.

Was Sie dafür brauchen, steht auf der Seite TSE und KassenSichV; die Anmeldung beim Finanzamt erklären wir unter Kassen-Meldepflicht.

Stand: 20. Oktober 2026. Dieser Text ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Für Ihren Einzelfall wenden Sie sich an Ihr Steuerbüro.

Quellen

Quellen abgerufen am 20. Oktober 2026. Seite zuletzt überarbeitet am .

Häufige Fragen

Geplante Kassenpflicht 2028 - kurz und ohne Panikmache.

Gilt die geplante Kassenpflicht ab 2028 schon?
Nein. Das Bundeskabinett hat am 23. September 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen; Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen (Stand: 20. Oktober 2026). Wer heute umstellt, tut das freiwillig - oder weil er die bereits geltenden Pflichten erfüllen muss.
Wen soll die geplante Pflicht betreffen?
Nach dem Regierungsentwurf vom 23.09.2026 Betriebe ab einem jährlichen Gesamtumsatz von 100.000 €. Wer im Jahr weniger als 12.000 € bar einnimmt, soll nach der Mitteilung der Bundesregierung ausgenommen sein; weitere Ausnahmen sind vorgesehen. Der genaue Zuschnitt steht erst mit dem fertigen Gesetz fest.
Was gilt denn heute schon?
Wer eine elektronische Kasse einsetzt, braucht eine zertifizierte TSE nach § 146a AO, muss die Kasse über ELSTER melden und die Belegausgabepflicht erfüllen. Eine offene Ladenkasse ist heute noch zulässig, aber an strenge Aufzeichnungspflichten gebunden.
Lohnt es sich, jetzt schon umzustellen?
Das hängt vom Betrieb ab. Wer ohnehin viel Bargeld einnimmt und die Einzelaufzeichnung von Hand führt, spart mit einer elektronischen Kasse Zeit und Fehler. Wer bis 2028 abwarten will, sollte wissen, dass die Pflicht bislang nur geplant ist - und dass eine Umstellung unter Zeitdruck selten günstiger wird.
Wird die Bonpflicht abgeschafft?
Nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 23. September 2026 soll ab 2028 der digitale Beleg genügen; einen Papierbon gäbe es dann nur noch auf Wunsch. Verabschiedet ist das Gesetz noch nicht (Stand: 20. Oktober 2026), die Belegausgabepflicht gilt also weiter. Die Einzelaufzeichnungspflicht bleibt auch danach bestehen.

Lieber in Ruhe umstellen als unter Frist.

Sagen Sie uns, wie Sie heute kassieren. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Sie etwas ändern müssen.

Kasse ab 29 € netto/MonatAngebot in 5 Schritten
Angebot